Forum Allmende
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Aktuelles

Sonntag, 15. März
Lesung Urs Faes
 
In seinem Roman „Sommer in Brandenburg“ befasst sich der Schweizer Autor Urs Faes mit einem wenig bekannten Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte der späten 1930er Jahre. In Ahrensdorf bei Berlin finden Jugendliche aus jüdischen Familien auf einem jüdisch geführten Landgut (Hachschara) vorübergehend Zuflucht vor Entrechtung und Verfolgung. Mittels harter praktischer Arbeit sowie durch Sprach-, Geschichts- und Religionsunterricht werden sie auf die ersehnte Ausreise nach Palästina vorbereitet. Doch die Zahl der von den britischen Behörden erteilten Visen reicht nicht für alle ... „Das Vergangene ist nicht vergangen, drängt an die Oberfläche, will erzählt sein.“ (Urs Faes).

Moderation Inga Pohlmann. Eine Veranstaltung des Freundeskreises Jacob Picard mit anschließendem Apéro.
18.00 Uhr Wangen/Höri, Rathaus, Hauptstraße 35. Eintritt frei, Spenden erfreuen.


Sonntag, 29. März
Lesung Kurt Oesterle

Der Tübinger Schriftsteller Kurt Osterle liest aus seinem neuen Roman „Die Stunde, in der Europa erwachte“. Einer der Schlüsselsätze des Buches lautet: „Er versuchte, nicht an den Krieg zu denken, aber der Krieg dachte an ihn“. Es geht also um die unabschließbaren Folgen des Krieges. „Kurt Oesterles Roman“, schreibt Inge Jens, „lebt vom Vorschein einer neuen menschlichen Gemeinschaft, die Vergangenes nicht umzudeuten versucht, sondern in seinem historischen Geworden-Sein anerkennt, um im konkreten Handeln zu zeigen, dass eine Gegenwelt möglich ist. (…) Ein Memorial, das Eingedenken, Nach- und gelegentlich auch Umdenken erfordert. Spannend erzählt“.

Moderation Anne Overlack. Eine Veranstaltung des Freundeskreises Jacob Picard im Rahmen der „Erzählzeit ohne Grenzen“ mit anschließendem Apéro. 18 Uhr Wangen/Höri, Rathaus, Hauptstraße 35. Eintritt frei, Spenden erfreuen.


Donnerstag, 23. April
Lesung Joachim Zelter

Joachim Zelter, in Freiburg geborener Schriftsteller, ist durch den Roman „Der Ministerpräsident“ (2010) bekannt geworden. Als zweiter Gast der „Konstanzer Literaturgespräche“ 2020 stellt er seinen neuen Roman „Imperia“ vor. Darin erzählt er die Eskalation einer Vereinnahmung – bis in die letzten Konsequenzen unserer schönen neuen Dienstleistungswelt. Einer Welt, in der immer mehr Menschen von einer Arbeit allein nicht mehr leben können und deshalb Nebentätigkeiten annehmen; einer Welt auch, in der sich eine neue Generation für alle Zumutungen mit der willfährigen Zusicherung „Aber gerne!“ in ständiger Bereitschaft hält. Moderation Oswald Burger.
19.30 Uhr Konstanz, Foyer der Spiegelhalle, Hafenstraße 10. Eintritt 8,-, ermäßigt 5.-.


7. bis 10. Mai
Forum Allmende-Literaturreise an den Starnberger und Staffel-See. Teilnahme auch für Nichtmitglieder möglich. Anmeldung bis 15. März. Programm und Näheres siehe unter „Literaturreisen“.


Mittwoch, 13.
Mai Thomas Knubben und Karl-Heinz Ott: Ein Hölderlin-Disput  

Beide haben ein Buch über Friedrich Hölderlin geschrieben: Thomas Knubben, Prof. für  Kulturwissenschaft und Kulturmanagement an der Universität Ludwigsburg, und der Schriftsteller Karl-Heinz Ott. In „Hölderlin. Eine Winterreise“ (2011) hat Knubben die Fußreise Hölderlins nachvollzogen, die dieser 1801 „aus Herzens- und Nahrungsnot“ von Nürtingen nach Bordeaux unternahm; Karl-Heinz Ott ist in „Hölderlins Geister“ (2019) den vielfältigen und widersprüchlichen Spuren nachgegangen, die der Dichter in der Geistesgeschichte hinterlassen hat – begonnen bei seinen Zeitgenossen über Heidegger bis heute. Aus Anlass des 250. Geburtstages von Hölderlin treffen die beiden Autoren beim dritten „Konstanzer Literaturgespräch“ dieses Jahres aufeinander und sprechen unter anderem über die Aktualität des Dichters. Moderation Siegmund Kopitzki. 19.30 Uhr Konstanz, Foyer der Spiegelhalle, Hafenstraße 10. Eintritt 8.-, ermäßigt 5.-.